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5. Juli 2021 – Forum Innenstadt: Hilke Marit Berger (Hamburg) – Kunst als gemeinsame Stadtgestaltung

Kunst umgehen beteiligt sich am Innenstadtdialog der Landeshauptstadt Hannover:
In zwei Zeit- und Stadträumen führt die Landeshauptstadt Hannover im Sommer Veranstaltungen als Teil eines Bürger*innen-Dialogs zum Thema Innenstadt durch: Wie kann diese lebendiger und attraktiver werden, vom Durchgangs- zum Aufenthaltsraum? Der erste Veranstaltungsblock des Innenstadtdialogs findet vom 5. bis zum 11. Juli im Bereich zwischen Schmiedestraße und Aegidienkirche statt. Kunst umgehen wird in Gesprächen und Performances die mögliche Rolle der Kunst in Stadtentwicklungsprozessen diskutieren.

Mo. 05.07. | ab 10.00 (bleibt digital verfügbar)
Kunst umgehen: Forum Innenstadt
Hilke Marit Berger (Hamburg): Kunst als gemeinsame Stadtgestaltung

In diesem Forum zum Innenstadtdialog unterhält sich Thomas Kaestle mit Hilke Marit Berger über Thesen aus ihrer Dissertation Handlung statt Verhandlung. Kunst als gemeinsame Stadtgestaltung. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im CityScienceLab der HafenCity Universität Hamburg und beschäftigt sich unter anderem mit Praktiken der Teilhabe und Fragen kollektiver Stadtgestaltung. Auch im Rahmen ihrer Arbeit für die Behörde für Kultur und Medien in Hamburg war sie für Zusammenhänge zwischen Stadtentwicklung und kulturellen Praktiken verantwortlich.

Bitte beachten Sie auch folgende Live-Veranstaltung auf Zoom, die im Zusammenhang mit der hier präsentierten steht:

Mi. 07.07. | 19.00 bis 20.30
interaktiv auf Zoom
Anmeldung unter innenstadt@kunst-umgehen.digital
Kunst umgehen: Forum Innenstadt
Diskussion zum Forum Kunst als gemeinsame Stadtgestaltung vom 05.07.

Hilke Marit Berger fragt in ihrem Buch Handlung statt Verhandlung. Kunst als gemeinsame Stadtgestaltung unter anderem: „Wie kann kollektive Stadtgestaltung organisiert und Teilhabe daran ermöglicht werden?“ Einige ihrer Perspektiven auf den Stadtraum diskutiert sie im Rahmen des Forums am 5. Juli, das online verfügbar bleibt. Diese Zoom-Konferenz ist offen für alle Bürger*innen, die Bergers Thesen gemeinsam diskutieren wollen. Einen Zugangslink erhalten Sie unter innenstadt@kunst-umgehen.digital.

[Hilke Marit Berger: Handlung statt Verhandlung. Kunst als gemeinsame Stadtgestaltung, Berlin 2017 (Jovis)]
[Video 1/5: Begrüßung und Einführung; Innenstadtdialog: Wie kann der Stadtraum wieder lebendiger werden, mehr Aufenthaltsqualität entwickeln?; Vorstellung des Gastes: Hilke Marit Berger; Buch Handlung statt Verhandlung; Was kann Kunst?; Was lässt sich durch Kunst verändern?; Wem gehört die Stadt?; Was meint Handlung?; Wirksamkeit als Ergänzung zur Sichtbarkeit; Aneignung von Raum; Identifikation und Motivation; Einladungen, Stadt aktiv zu verändern; Anschlussfähigkeit und Nachhaltigkeit; Partizipation, Aktivismus und Politik; Kunst als soziale Praxis]
[Video 2/5: Kunst als Integration oder als Provokation?; Wann hört Kunst auf, Kunst zu sein?; Kunst kann andere Fragen stellen und andere Zusammenhänge herstellen; Perspektivwechsel: Wie kann Stadt anders funktionieren?; Utopien und Visionen; Veränderung von Gewohntem; Vorstellung und Umsetzung; einfach mal ausprobieren; Umnutzungen; Zugriff auf Raum; Kategorien und Schnittstellen; Silodenken in Förderkonzepten; interdisziplinäre Zusammenarbeit; Freiheit der Kunst als Potential und Vehikel; Wie kann sich Kunst vor Instrumentalisierung schützen?; Welche Zwecke darf Kunst erfüllen?; neue Strukturen für Kooperationen]
[Video 3/5: Strukturen für interdisziplinäre Stadtentwicklung; faire Entlohnung künstlerischer Arbeit; Übersetzungsprobleme bei Fachsprachen; jede Expertise ernst nehmen; an welchen Orten verdichtet eine Stadt ihre Themen?; Fiktionen ausprobieren; Institutionen öffnen; „Dritte Orte“; Konsens und gemeinsame gesellschaftliche Basis; Ziele aushandeln; Menschen Handlungsmacht und Gehör verschaffen; unterschiedliche Meinungen aushandeln und aushalten; Unterstützung bei der Artikulation von Ideen und Wünschen; Bürger*innen und Nachbarschaften ernst nehmen; Verzicht auf Besserwisserei; Vielstimmigkeit zulassen]
[Video 4/5: Stadt als gemeinsame Erzählung; Stadt als Aufführung und Performance; Rahmensetzungen; Räume für Erzählungen schaffen; Städte immer wieder neu erfinden; Wandelbarkeit; neue Erzählungen darüber, was eine Innenstadt sein kann; (Selbst-)Beauftragung von Kunst braucht Räume; Öffentlichkeit von städtischem Raum vs. Privatisierung und Hausrecht; gemeinwohlorientierte Räume]
[Video 5/5: Ausblicke und Hinweise; neue Narrative, die aus Krisen erwachsen]

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