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Kunst umgehen beim Innenstadtdialog der Landeshauptstadt Hannover

Kunst umgehen beteiligt sich am
Innenstadtdialog der Landeshauptstadt Hannover:

In zwei Zeit- und Stadträumen führt die Landeshauptstadt Hannover im Sommer Veranstaltungen als Teil eines Bürger*innen-Dialogs zum Thema Innenstadt durch: Wie kann diese lebendiger und attraktiver werden, vom Durchgangs- zum Aufenthaltsraum?

Der zweite Veranstaltungsblock des Innenstadtdialogs findet vom 30. August bis zum 5. September im sogenannten „Kulturdreieck“ rund um Opernhaus, Schauspielhaus und Künstlerhaus statt. Kunst umgehen wird in Gesprächen und Performances die mögliche Rolle der Kunst in Stadtentwicklungsprozessen diskutieren.

Mi. 01.09. | ab 10.00 (bleibt digital verfügbar)
Kunst umgehen: Forum Innenstadt
Vier Statements aus Berlin/Bremen/Hamburg/München: Was kann Kunst im Stadtraum?

Dieses Forum zum Innenstadtdialog präsentiert vier kurze Statements zur Kunst im Stadtraum: Was kann sie? Was soll sie? Die Thesen kommen von Expert*innen aus vier anderen Städten: Jochen Becker bringt das Thema als Kurator und Publizist aktuell in Berlin voran. Rose Pfister war bis Ende 2020 über 30 Jahre lang für die Kunst im Stadtraum Bremens zuständig. Heike Mutter und Ulrich Genth agieren von Hamburg aus international künstlerisch, Mutter ist dort zudem Professorin an der Kunsthochschule, Genth Mitglied der Kunstkommission. Heinz Schütz beschäftigt sich als Kurator und Publizist unter anderem mit Performance im öffentlichen Raum, er war zudem Vorsitzender der Münchner Kommission für Kunst am Bau.

So. 05.09. | 13.00 bis 15.00
analog vor Ort
Kunst umgehen: Sculpture Transfer Innenstadt
Der Durchgangsraum (Passage zwischen dem Innenhof des Schauspielhauses und der Theaterstraße im Haus Theaterstraße 3)

In ihren Performances der Reihe Sculpture Transfer fragen Anna Grunemann und Christiane Oppermann regelmäßig nach den Potentialen öffentlicher Räume. Im Rahmen des Innenstadtdialogs thematisieren sie die Funktion von Passagen und Schleusen sowie Übergangs- und Zwischenräumen für die Innenstadt Hannovers. Welche Räume brauchen eine Definition, welche müssen sich als Leerstellen Offenheit und Flexibilität bewahren? Und welche Rolle kann die Kunst dabei spielen? Im Anschluss an die Performance diskutieren die Künstlerinnen das Erlebte und mögliche Bezüge mit ihrem Publikum.

So. 05.09. | 19.00 bis 20.30
analog im Maestro-Saal im Künstlerhaus
(Es gelten die tagesaktuellen Hygienebestimmungen.)
Kunst umgehen: Forum Innenstadt
Diskussion zum Forum Was kann Kunst im Stadtraum?

Das digitale Forum Was kann Kunst im Stadtraum? präsentiert vier kurze Statements von Expert*innen aus Berlin, Bremen, Hamburg und München zur Kunst im öffentlichen Raum – als Inputs zum hannoverschen Diskurs. Wir greifen sie in einem abendlichen Gespräch auf, um gemeinsam zu überlegen: Welche Kunst braucht die Innenstadt? Was kann Kunst zu Stadtentwicklungsprozessen beitragen? Kann sie die besseren Fragen stellen, auf neuralgische Punkte aufmerksam machen? Für Identifikation und Aufenthaltsqualität sorgen? Soll sie konfrontieren oder integrieren?

Aus dem ersten Veranstaltungsblock des Innenstadtdialogs im Juli 2021 ist noch folgende Veranstaltung im Archiv abrufbar:

Mo. 05.07. | ab 10.00 (bleibt digital verfügbar)
Kunst umgehen: Forum Innenstadt
Hilke Marit Berger (Hamburg): Kunst als gemeinsame Stadtgestaltung

In diesem Forum zum Innenstadtdialog unterhält sich Thomas Kaestle mit Hilke Marit Berger über Thesen aus ihrer Dissertation Handlung statt Verhandlung. Kunst als gemeinsame Stadtgestaltung. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im CityScienceLab der HafenCity Universität Hamburg und beschäftigt sich unter anderem mit Praktiken der Teilhabe und Fragen kollektiver Stadtgestaltung. Auch im Rahmen ihrer Arbeit für die Behörde für Kultur und Medien in Hamburg war sie für Zusammenhänge zwischen Stadtentwicklung und kulturellen Praktiken verantwortlich.

Sie interessieren sich für Zusammenhänge zwischen Kunst und Stadtentwicklung? Folgende Veranstaltungen und Veröffentlichungen aus unserem Archiv könnten über den Innenstadtdialog hinaus interessant für Sie sein:

So. 25.07. | ab 12.00 (bleibt digital verfügbar)
Kunst umgehen: Forum
Positionierungen und Begegnungen
Barbara Holub (Wien): Direkter Urbanismus als interdisziplinäre Praxis

Die Wiener Künstlerin Barbara Holub trägt mit kritischer künstlerischer Praxis zu einer gesellschaftlich engagierten Stadtentwicklung bei. Für ihre transdisziplinären Projekte gründete sie gemeinsam mit dem Architekten Paul Rajakovics 1999 das Label transparadiso. Als Entgegnung auf neoliberale Stadtplanungspolitik entwickelten beide die Methode des Direkten Urbanismus, in der Planung und Handlung langfristig ineinandergreifen. Holub war Präsidentin der Wiener Secession und lehrt an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Gemeinsam mit Christine Hohenbüchler war sie 2015 Herausgeberin von Planning Unplanned. Darf Kunst eine Funktion haben?

So. 30.05. | ab 12.00 (bleibt digital verfügbar)
Kunst umgehen: Kurzbetrachtung
Im Wartezimmer der Urbanen Praxis
von Thomas Kaestle

Die Kurzbetrachtungen sind ein neues Format bei Kunst umgehen: Jeweils ein Mitglied des Vermittlungsteams lässt Sie teilhaben an Ideen, Assoziationen, Neuigkeiten und Meinungen zu Kunst in öffentlichen Räumen. Hier ist öffentlicher Raum für individuelle Perspektiven nicht nur auf einzelne Objekte oder Projekte in Hannover und der Welt, sondern auch auf Bezüge, Potentiale oder Defizite.

So. 18.10. | 12.00 (bleibt digital verfügbar)
Kunst umgehen: Forum
Positionierungen und Begegnungen
Benjamin Foerster-Baldenius (Berlin): Stadt und Raum

Der Architekt Benjamin Foerster-Baldenius ist Teil des Kollektivs raumlaborberlin, laut Baunetz auf Platz 131 der weltbesten Architekturbüros. raumlabor geht es um städtische Transformationen zwischen Kultur und Planung, um Instrumente der Mitgestaltung, Aneignung, Teilhabe und Verantwortung. Unser Gast ist außerdem Teil des künstlerischen Teams der hannoverschen Bewerbung als Europäische Kulturhauptstadt 2025.

So. 27.09. | 12.00 (bleibt digital verfügbar)
Kunst umgehen: Überblick
Überblicksführung
Kunst und Jubiläum

Am 1. September jährte sich der Beginn des hannoversche Straßenkunstprogramms (auch Experiment Straßenkunst genannt) zum 50. Mal. Dieser digitale Überblick zeigt, welche Objekte bis heute im Stadtraum davon erzählen, welche auf eine Restaurierung oder Neuaufstellung warten – und wie sich die Perspektiven mit der Zeit verschoben haben. Welche Visionen von Stadtraum und -gesellschaft waren in den Siebzigerjahren aktuell, wie schlug sich das in Kulturpolitik und künstlerischem Handeln nieder?

So. 20.09. | 12.00 (bleibt digital verfügbar)
Kunst umgehen: Sprechstunde
Unterwegs mit Gästen
Arne Hansen und Nils Nolting (Büro Cityförster, Hannover)

Vor 15 Jahren gründeten die Architekten Arne Hansen und Nils Nolting gemeinsam mit Kolleg*innen das Büro Cityförster, eine „interdisziplinär besetzte Partnerschaftsgesellschaft aus Architekten, Ingenieuren und Stadtplanern“. Im gleichen Jahr hatten beide in Hannover ihr Studium abgeschlossen – und den künstlerischen Ideenwettbewerb Entsorgungspark für funktionslose Kunst im öffentlichen Raum gewonnen. Bei dieser Sprechstunde lassen wir uns einige ihrer Perspektiven auf Stadt und Kunst zeigen.

So. 28.06. | 12.00 (bleibt digital verfügbar)
GPS
Vor Ort mit Gästen
Statistische Säule (AT) mit Ina Weise

Noch existiert die Arbeit Statistische Säule der Dessauer Künstlerin Ina Weise gar nicht – weshalb es sich auch noch um einen Arbeitstitel handelt. Die 25 Meter hohe Lichtstele ist der wohl auffälligste Teil des Gewinnerentwurfs des Berliner Landschaftsarchitekturbüros von Stefan Grieger und Norman Harzer für die Neugestaltung des Steintorplatzes. Das Konzept befindet sich im Prozess der Ausdifferenzierung. Umso interessanter dürfte sich ein offener Austausch mit der Künstlerin gestalten.

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